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Diagnose

 


Welche Untersuchungsmethoden gibt es, um FAP festzustellen?

Die molekulargenetische Untersuchung zeigt nur an, ob ein Familienangehöriger das erhöhte
Polyposis-Risiko geerbt hat. Die Erkrankung selbst kann jedoch nur mittels Darmspiegelung und Untersuchung einer Gewebeprobe festgestellt werden.

 

1. Enddarmspiegelung (Rektosigmoidoskopie)

Bei Risikopersonen aus Familien mit klassischer FAP wird eine Spiegelung des Enddarms ab dem 10. Lebensjahr in jährlichem Abstand dringend empfohlen.

Da bei dieser Untersuchung nur der letzte Abschnitt des Darms betrachtet wird, ist sie nicht mit Schmerzen verbunden und wird somit ohne Betäubung, auch bei Kindern, problemlos durchgeführt. Außer einem Klysma (kleinem Einlauf) kurz vor der Untersuchung ist keine weitergehende Vorbereitung notwendig.
 

2. Vollständige Dickdarmspiegelung (Koloskopie)

Wenn bei der Enddarmspiegelung Polypen festgestellt wurden, ist eine vollständige Dickdarmspiegelung notwendig, um zu beurteilen, ob auch im restlichen Dickdarm Polypen aufgetreten sind.

Bei einer Koloskopie wird der gesamte Dickdarm mit einem flexiblen endoskopischen Gerät, das etwa daumendick ist, betrachtet (Abb.*). Da diese Untersuchung unangenehmer ist als die Enddarmspiegelung, wird ein Beruhigungsmittel gegeben, das so stark ist, dass einige Patienten während der ganzen Untersuchung schlafen. Bei der Koloskopie muss der Darm mit etwas Luft entfaltet werden; dabei entstehen Schmerzen, ähnlich wie bei Blähungen.

Koloskopie

Diese Untersuchung wird empfohlen, wenn bei der Enddarmspiegelung Polypen festgestellt wurden. Um zu beurteilen, ob auch im restlichen Dickdarm Polypen aufgetreten sind, ist eine vollständige Dickdarmspiegelung notwendig.

Die Strahlenbelastung einer Röntgenuntersuchung des Dickdarms (Kolon-Kontrastuntersuchung) ist nicht gering und ist daher – insbesondere bei jungen Patienten – nur noch in den Fällen gerechtfertigt, bei denen eine Dickdarmspiegelung technisch nicht gelingt. Außerdem kann keine Probenentnahme erfolgen, und die Aussagekraft der Untersuchung ist deutlich geringer als die der Darmspiegelung.
 

 

 

*Quelle: Wikipedia
Letzte Überarbeitung: 27.01.2008